Böllerschützen

 

unsere Vorderladerkanone

Das Böllerschießen ist Pflege und Erhaltung eines uralten Brauchtums und wird nachweislich seit frühester Zeit, bis ins 14./15. Jahrhundert zurückgehend ausgeübt (Erstnachweis 1377).

Es stammt aus dem Keltischen und hat sich der jeweiligen Zeit angepasst. Die einzelnen Bräuche sind sehr mannigfaltig und unterscheiden sich von Region zu Region.

Das Böllerschießen war vor Jahrhunderten noch Kriegsbrauch und hat sich nun in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Volksbrauch entwickelt. Die nordbayerischen Böllerschützen huldigen gemeinsam diesem Brauchtum.

 

Damals verwendete der Mensch dieses Hilfsmittel um Lärm zu erzeugen. Die Gründe dazu waren die rasche Verbreitung einer Warnung, das Abwehren und Vertreiben böser Dämonen, das Ausdrücken von Freude, das Aufwecken der Natur und schließlich das Vorantreiben des Wachstums.

Es war dazu üblich, an den bedeutendsten Raunächten der Winterzeit zu schießen.

 

Auch in Oberkrumbach soll die Tradition der Böllerschützen wiederbelebt werden, deshalb wurde im Jubiläumsjahr 2012 zum 50-jährigen Gründungsfest des Schützenvereins „Eichenlaub“ eine Böllerschützenabteilung aus der Taufe gehoben.

 

Christian Bock, Gerda Bock, Sandra Bock, Winfried Bock, Bernd Gößwein, Ruth Gößwein und Ann Kindervater haben am 02. Dezember 2011 den Grundstein gelegt und mit Erfolg die Prüfung vor dem Gewerbeaufsichtsamt Landshut abgelegt.

Zu ihren Böllerkommandanten haben sie Johannes Bock, der wie es üblich ist, mit einem Säbel die Kommandos gibt, gewählt.

 

Die Gründungsmitglieder der Böllergruppe mit Böllerkommandant Johannes Bock

Ein Jahr später legte Andreas Bock erfolgreich die Prüfung ab und im Jahr 2014 komplettierten Miriam und Matthias Hurlbert sowie Böllerkommandant Johannes Bock die heutige Böllerschützengruppe.

 

Der „Nachwuchs“ 2014 mit ihrem Prüfungsleiter 

Böllerschützen schießen nicht gegen jemanden, sondern für jemanden. Es ist Ausdruck von Lebensfreude und hat mit Achtung und Ehrerbietung zu tun.

 

Mit ihren Handböllern und ihrer selbstgebauten Vorderladerkanone wollen sie bei besonderen Lebenssituationen wie Geburtstagen, Hochzeiten, Trauerfeiern, Jubiläen, sowie kirchlichen und weltlichen Festen aktiv werden.

Je nach Anlass werden sie dabei drei bzw. fünf Salven abfeuern.

 

Die Böllergruppe bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt

am 50. Geburtstag unseres Mitgliedes Ute Oßmann im Jahr 2012

Wünschen wir uns, dass die Böllerschützenabteilung im Schützenverein „Eichenlaub“  Oberkrumbach eine willkommene Institution wird, die das Vereinsleben bereichert.

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